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imaginatio oder inventio

  • Der Aufsatz analysiert die Begriffe der imaginatio und inventio und deren Verhältnis zueinander in den Poetiken von George Puttenham („Arte of English Poesie“, 1589), Philip Sidney („Defense of Poetry“, 1595) und William Temple („Analysis tractationis de poesi“, um 1595). Anders als zu erwarten wird in allen drei Fällen das dichterische Vermögen nicht im Sinne eines modernen Begriffs von kreativer Phantasie gedeutet. Weil der Begriff der imaginatio eine gefährliche Nähe zu den Wahnvorstellungen eines Verrückten impliziert, es Puttenham und Sidney aber vor allem um eine soziale Aufwertung der Dichtung als einer höfisch angemessenen Tätigkeit geht, wird der Begriff der imaginatio nur in einem sehr eingeschränkten Sinne verwendet. Das impliziert auch eine Ablehnung des Begriffs eines Enthusiasmus oder furor poeticus, also einer göttlichen Inspiration des Dichters, wie er insbesondere mit dem Neuplatonismus Ficinos assoziiert wurde.
Metadaten
Author:Volkhard Wels
ISSN:0303-4178 (print)
Parent Title (German):Poetica : Zeitschrift für Sprach- und Literaturwissenschaft
Subtitle (German):Das dichterische Schaffen und sein Gegenstand bei Puttenham, Sidney und Temple
Publisher:Fink
Place of publication:München
Document Type:Article
Language:German
Year of first Publication:2005
Year of Completion:2005
Release Date:2016/02/05
Tag:Enthusiasmus; George Puttenham; Geschichte der Poetik; Philip Sidney; William Temple; göttliche Inspiration; imaginatio; inventio
Volume:37
Issue:1/2
Pagenumber:27
First Page:65
Last Page:91
Organizational units:Philosophische Fakultät / Institut für Germanistik
Dewey Decimal Classification:8 Literatur / 80 Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft / 800 Literatur und Rhetorik
Peer Review:Referiert
Notes extern:Zweitveröffentlichung in der Schriftenreihe Postprints der Universität Potsdam : Philosophische Reihe Reihe ; 93