Der Begriff der Dichtung vor und nach der Reformation

  • Der Beitrag rekonstruiert erstens den humanistischen Begriff der Dichtung bei Melanchthon. Dichtung erscheint hier als Medium zur Vermittlung insbesondere moralpädagogischer Inhalte, das sich vor allem durch seine Versform von anderen sprachlichen Vermittlungsformen unterscheidet. Dieser Dichtungsbegriff wird zweitens mit dem neuplatonischen Begriff der Dichtung als Ergebnis einer göttlichen Inspiration (Enthusiasmus) konfrontiert, wie ihn Marsilio Ficino entwickelt hat. In Deutschland haben insbesondere Konrad Celtis und seine Schüler diesen Dichtungsbegriff vertreten, besonders prominent etwas Matthäus Lupinus Calidomius und Jacob Locher. In einem dritten Schritt zeigt der Beitrag, dass dieser Dichtungsbegriff aus theologischen Gründen im Protestantismus nicht mehr zu vertreten war: das reformatorische Postulat des sola scriptura verbot jede Berufung auf eine göttliche Inspiration außerhalb der Bibel.

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Metadaten
Author details:Volkhard WelsGND
URN:urn:nbn:de:kobv:517-opus4-91590
ISSN:1866-8380
Title of parent work (German):Postprints der Universität Potsdam : Philosophische Reihe
Publication series (Volume number):Zweitveröffentlichungen der Universität Potsdam : Philosophische Reihe (101)
Publication type:Postprint
Language:German
Date of first publication:2016/06/23
Publication year:2007
Publishing institution:Universität Potsdam
Release date:2016/06/23
Tag:Dichtung; Enthusiasmus; Eoban Hesse; Inspiration; Jacob Locher; Konrad Celtis; Martin Luther; Matthäus Lupinus; Philipp Melanchthon; Poetik; Reformation
Issue:101
Number of pages:29
Organizational units:Philosophische Fakultät / Institut für Germanistik
DDC classification:8 Literatur / 83 Deutsche und verwandte Literaturen / 830 Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur
Peer review:Referiert
Publishing method:Open Access
License (German):License LogoCC BY - Namensnennung, 4.0 International
External remark:Bibliographieeintrag der Originalveröffentlichung/Quelle
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